Klare Organisation und breite Koalition machen aus verstreutem Unmut geschlossenen Widerstand.

Im Rahmen der kantonalen Planung neuer Deponiestandorte wurde ein Gebiet in unmittelbarer Nähe zum Wohngebiet vorgesehen – mitten in einem beliebten Naherholungsgebiet und im Quellgebiet eines geschützten Bachlaufs. Der drohende Verlust an Lebens- und Naturqualität sowie die Gefährdung der Trinkwasserversorgung erforderten eine rasche, breit abgestützte und schlagkräftige Reaktion der betroffenen Bevölkerung.
Unter dem gemeinsamen Dach der IG DepoNIE-Zollikon.ch wurde der zunächst diffuse Unmut in der Bevölkerung gezielt gebündelt. Statt vieler einzelner, wirkungsloser Stimmen entstand eine breite Koalition, die politische Parteien über das gesamte Spektrum, Quartier- und Naturschutzvereine, ortsansässige Landwirtinnen und Landwirte sowie weitere lokale Organisationen unter einer klaren gemeinsamen Position vereint.
Mit gezielter Kommunikation und niederschwelligen Beteiligungsmöglichkeiten – etwa einem Vorlagengenerator für persönliche Einwendungen an die kantonale Behörde – wurde aus Betroffenheit koordiniertes Handeln. Eine Petition mit tausenden Unterschriften und mehrere Hundert eingereichte Einwendungen machen das Ausmass der Mobilisierung sichtbar und verschaffen dem Anliegen politisches Gewicht.
Die klare Organisation unter einem gemeinsamen Dach erlaubt es, mit einer Stimme aufzutreten, ohne die Vielfalt der beteiligten Gruppen zu verlieren – und macht aus lokalem Widerstand eine Kraft, die auf kantonaler Ebene ernst genommen werden muss.